szmmctag

  • Blogumzug

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wie angekündigt führe ich den Fischblog in Zukunft im Rahmen der Wissenslogs weiter. Die Wissenslogs sind ein Unterportal der Seite Scilogs.de, dem Blogportal der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft.

    Fischblog

    Damit verabschiede ich mich auch von blog.de, nach über 600 Einträgen und mehr als zweieinhalb Jahren. Herzlichen Dank erst einmal an das Team von blog.de für den weitgehend reibungslosen Betrieb und promptes Troubleshooting.

    Auf die Spektrum-Seite ziehe ich aus mehreren Gründen. Zum einen verdiene ich mein Geld als Koordinator von scilogs.de, der Erfolg der Seite ist also in meinem eigenen Interesse. Außerdem kann ich beim technischen Support Sonderwünsche anmelden (auch wenn unser Techniker Cmdr. Huhn mich immer schon böse anguckt).

    Die Marke Spektrum der Wissenschaft generiert zusätzlich Aufmerksamkeit und Ansehen für meine Texte, und mein Blog ist auf der Verlagsplattform wesentlich sichtbarer. Außerdem werde ich da regelmäßig auf spektrum.de und den Webseiten anderer Holtzbrinck-Medien verlinkt. Das sieht man schon jetzt bei den Klickzahlen.

    Es sind im Grunde vor allem die Vorzüge der neuen Seite, die mich zum Wechsel bewegt haben. Allerdings haben sich in letzter Zeit immer wieder Kommentatoren über das eine oder andere Problem mit blog.de beklagt, so dass mir der Abschied auch nicht allzu schwer fällt.

    Soweit von mir. Diese Webseite wird natürlich noch länger erreichbar bleiben. Ich hoffe natürlich, dass ihr auch in Zukunft weiter Fischblog lest.

    Beste Grüße,

    Lars

  • Hurra!

    Ach wie schön dass wir in einer echten Demokratie leben, und nicht in so einer komischen Bananenrepublik, wo sich die Regierung im Staatsfernsehen unter Ausschluss der Opposition stundenlang selbst beweihräuchert und sich die ganze Farce anschließend von staatlichen Journalisten systematisch schönreden lässt.

    Nicht wahr?

  • Kurzer Hinweis

    Liebe Leser,

    Seit etwa zwei Wochen erscheinen die neuesten Fischblog-Beiträge an anderer Stelle. Die neue Seite ist erstmal provisorisch, die Hintergründe des Umzuges und die endgültige neue Adresse des Fischblog werde ich demnächst hier bekanntgeben.

    Euer Lars

  • Entwurf: Petition zu Open Access

    Rohtext, als Diskussionsgrundlage.

    Offene Fragen:
    - Gibt's das schon?
    - Kann/darf der Bundestag der DFG solche Vorgaben machen?
    - Definition von "öffentlich finanziert". Soll/kann das auch für finanzierte Großgeräte (z.B. NMR) gelten?
    - ...

    Ich bitte um Kommentare und Anmerkungen.

    -

    Petitionstext

    Der Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, innerhalb einer angemessenen Frist allen Bürgern kostenfrei zugänglich gemacht werden müssen.

    Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, sollen aufgefordert werden, entsprechende Vorschriften zu erlassen, sofern noch nicht vorhanden

    Begründung

    Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss.

    Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen.

    Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.

    Damit die Kosten für den Staat und die Forschungsorganisationen möglichst gering bleiben, bietet sich an, die fraglichen Publikationen in einer zentralen, über das Internet zugänglichen Datenbank zu sammeln.

    Quellen:
    http://www.bmbf.de/de/6618.php
    http://grants.nih.gov/grants/guide/notice-files/NOT-OD-08-033.html
    http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2009/03/26/closed-minds-on-open-access/
    http://open-access.net/de/startseite/

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    Update
    Danke schon mal für die Antworten. Wäre es vllt. Sinnvoll, das in der Form eines obligatorischen Zweitverwertungsrechts im Urheberrecht zu fassen? D.h. dass ein Autor grundsätzlich das Recht hat, sein Werk frei zu veröffentlichen, unabhängig davon wo es publiziert ist.
    Dann wäre es z.B. für die DFG anschließend problemlos möglich, zu verlangen, dass alle von ihr finanzierten Arbeiten frei online stehen.

    Das Problem mit dem ursprünglichen Ansatz: Die DFG zum Beispiel hat gar keinen Überblick darüber, wieviele Veröffentlichungen aus der von ihr geförderten Forschung hervorgehen. Wie soll sie oder irgendwer dann so eine Vorschrift überwachen/durchsetzen?

  • Eine molekulare Verbindung zwischen Grippe und Alzheimer

    Schon seit langem ist bekannt, dass der Erreger der Grippe, das Influenza-Virus, nicht nur die Atemwege befällt, sondern manchmal auch andere Organe wie zum Beispiel das Gehirn. Dementsprechend zeigt ein Teil der Erkrankten auch neurologische Symptome, die von Verwirrtheit bis zum Koma reichen können. Dieses bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannte Phänomen wurde 1957 im Detail beschrieben, damals als sehr seltene Komplikation, die bei mehreren Tausend Patienten nur in einer Handvoll Fälle auftrat.

    Allerdings schwankt dieser Anteil zwischen verschiedenen Virenstämmen sehr stark, denn in einer Fallstudie in Taiwan von 2002 bis 2007 traten neurologische Symptome in über zehn Prozent der Fälle auf. Doch so schwerwiegend diese Komplikationen in einigen Fällen sein können, ungleich dramatischer noch sind möglicherweise die langfristigen Folgen. Es gibt Hinweise darauf, dass Influenza mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer in Verbindung steht.

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  • Abnehmen und Sport

    ResearchBlogging.orgWie passt das zusammen? 39 Millionen Europäer gingen 2006 ins Fitnessstudio, allein 7 Millionen in Deutschland. Trotzdem nimmt der Anteil der übergewichtigen an der Bevölkerung stetig zu. Und anders als man meinen sollte, teilt sich die Bevölkerung nicht in dicke Faulpelze und schlanke Fitness-Freaks. Nach meiner Beobachtung schiebt gerade der durchschnittliche Jogger eine ganz beachtliche Plauze vor sich her.

    Was also ist dran an der verbreiteten Behauptung, dass Sport "Fett verbrennt"? Nicht viel, wie man derzeit in PLoS ONE nachlesen kann. Das liegt daran, dass der Körper den trainingsbedingten Energieverlust mehr oder weniger automatisch wieder ausgleicht. Dass eine solche Kompensation stattfindet ist nicht neu. Die aktuellen Resultate zeigen jedoch, dass der Effekt die Wirkung des Trainings fast völlig zunichte macht. Die Forschung der letzten Jahre zeigt generell, dass die Auswirkung von Training auf das Körpergewicht massiv überschätzt wird.

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  • Sternenstaub – Teil 3: Energie und Stoffumsatz

    Die ersten chemischen Systeme an der Schwelle zur belebten Welt haben sich durch zwei grundlegende Eigenschaften von anderen, unbelebten Chemischen Systemen unterschieden. Sie haben anorganische Materie in Bestandteile ihrer selbst umgewandelt um zu wachsen und Kopien von sich selbst zu erzeugen, und haben zu diesem Zweck Energie aus irgendeiner Quelle verbraucht. Diese Vorgänge machen auch heute noch den Wesenskern belebter Organismen aus und werden von extrem komplexen Enzymsystemen aus vielen hundert Einzelkomponenten durchgeführt.

    Alle diese grundlegenden Systeme haben auch in heutigen Lebewesen eine fundamentale Gemeinsamkeit: Sie sind eng an Membranen gebunden. Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung wäre, dass es membranähnliche Strukturen waren, an denen die ersten Vorformen des Stoffwechsels auftraten. Wo aber und wie entstanden diese Systeme?

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  • Open Access gegen die Folgen von Armut und Benachteiligung: Zwei Jahre PLoS NTD

    Kennt ihr das Duvenhage-Virus? Das ist ein seltenes Tollwut-Virus aus dem subsaharischen Afrika, das durch Fledermäuse übertragen wird. Tollwut wird überwiegend mit fleischfressenden Säugetieren wie Hunden oder Füchsen in Zusammenhang gebracht, tatsächlich stellen Fledermäuse ein bedeutendes Reservoir für diese für Menschen extrem gefährlichen Viren dar. Alle drei Patienten, die bisher nachgewiesenerweise mit dem Duvenhage-Virus infiziert wurden, starben daran. Wie hoch die Dunkelziffer ist und wie viele vergleichbare Viren es in Fledermäusen gibt, weiß niemand.

    Erreger wie das Duvenhage-Virus gehören zu einer Kategorie von Krankheiten, die in tropischen Regionen oft Millionen Opfer fordern, die aber trotzdem unterschätzt werden oder gar nahezu unbekannt sind. Sie haben Namen wie Bilharziose, Trypanosomiasis, Flussblindheit oder Dengue-Fieber. Sie sind Symptome von Armut und Benachteiligung.

    Und seit 2007 gibt es ein Open-Access-Journal, das diese Themen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht. Dieser Tage feiert PLoS Neglected Tropical Diseases seinen zweiten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

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  • Chronischer Juckreiz

    Nun haben wir also, offiziell, eine neue Volkskrankheit. Etwa 17 Prozent der Bevölkerung, so stellte sich kürzlich heraus, leiden unter lästigem dauernden Juckreiz, Pruritus genannt. Beim Lesen der Meldungen könnte man den Eindruck bekommen, dass es sich um eine neue Entwicklung handelt, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Vielmehr ist chronischer Juckreiz bisher ein unterschätztes und wenig untersuchtes Problem gewesen. Pruritus ist zwar schon seit Jahrhunderten bekannt, doch erst jetzt wurde in Münster ein medizinisches Zentrum für die Behandlung von chronischem Juckreiz gegründet

    Es ist gar nicht so lange her, da galt Juckreiz noch als Variante des Schmerzempfinden. Schmerz und Juckreiz (aber auch Temperaturempfinden) verwenden teilweise die gleichen Nervenleitungen, und können auf diesem Weg leicht beeinflusst werden. Trotzdem spricht viel dafür, dass beide fundamental unterschiedliche Sinneswahrnehmungen sind. Es gibt jedenfalls keinen fließenden Übergang zwischen Schmerz und Juckreiz – das eine kann nicht ins andere überführt werden. Zusätzlich lösen viele schmerzstillende Medikamente Juckreiz erst aus, während schädliche Stimuli, die Schmerzen auslösen können, Juckreiz effektiv unterdrücken können. Untersuchungen auf zellulärer Ebene zeigen auch, dass es an besonderen Typen von Sinneszellen juckt.

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  • Es ist wieder so weit: Nominierungen für die Wissenschaftsblog-Auslese 2009

    Auch 2009 wollen wir die besten wissenschaftlichen Blogartikel des Jahres küren. Nachdem die erste Auslese letztes Jahr ein bisschen... ähm... plötzlich über uns und vor allem die bemitleidenswerten Juroren kam, wird es 2009 einen etwas längeren Anlauf geben. Nicht zuletzt damit ihr auch ein bisschen Zeit habt, aus der gesamten deutschsprachigen Blogosphäre die wirklich besten Wissenschafts-Artikel auszuwählen.

    Ihr seid also alle aufgerufen, in den nächsten paar Monaten die eurer Meinung nach besten Wissenschaftstexte des Jahres 2009 zu nominieren. Um euch inspirieren zu lassen, könnt ihr noch einmal die 15 Gewinnerbeiträge der Wissenschaftsblog-Auslese 2008 durchlesen.

    Die besten Blogbeiträge sind diejenigen, die bleibenden Wert haben und die man auch noch in ein paar Monaten oder Jahren mit Gewinn liest. Ihr dürft natürlich auch eure eigenen Texte nominieren – aber dazu seid ihr sich viel zu bescheiden.

    Die Vorschläge mit Namen des Bloggers/Blogs, Titel des Postings und Permalink könnt ihr erst mal in die Kommentare reinschreiben oder an meine Mailadresse im Impressum schicken. Irgendwann demnächst kommt dann sicher auch das Banner und ne offizielle Mailadresse. Es sind ja noch ein paar Monate bis zum Ende des Jahres...

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