Monika Armand, die neben der Website Neuropaedagogik.de auch ein Blog bei den Scienceblogs betreibt, hat hier eine weitere Metadiskussion über Wissenschaftsblogs angestoßen, die an einige Gedanken anknüpft, die Marc vor einer Weile in der Wissenswerkstatt diskutierte.
A ) Für welches Publikum sollten Wissenschaftsblogs schreiben?
B ) Wie sollten Inhalte in Wissenschaftsblogs präsentiert werden?
Diese zwei Fragen sind nicht neu, Wissenschaftsblogger diskutieren das schon seit einer ganzen Weile intensiv.
Dagegen gibt es von Seiten potentieller und tatsächlicher Konsumenten bislang noch relativ wenig Meinungen. Deswegen rufe ich hiermit meine Leser auf, ihre Ansichten und Erwartungen dort zu verewigen.


Ich möchte Sachverhalte so erklärt bekommen, (als sei ich 5 Jahre alt)* dass ich sie weitestgehend nachvollziehen kann ohne über eine entsprechende Ausbildung in dem Fachbereich zu verfügen. Dabei hätte ich auch noch gerne eine grobe Dreiteilung in:
Was sind unbestrittene Fakten, was sind Indizien für Pro und was spricht eventuell für contra. Persönliche Meinungen des Autors hätte ich gerne gekennzeichnet bzw. es soll deutlich werden wenn etwas „Meinung“ ist.
Witze und andere Auflockerungen lese ich gerne.
Ich lese hier seit ein paar Wochen und nebenan bei Scienceblogs.
Hier gelandet bin ich über Herrn Stefanowitsch vom Bremer Sprachblog.
Hier werden eigentlich zumeist immer alle Kriterien erfüllt.
Artikel aber wie gerade nebenan: „Studie belegt!!!: Schulform und Schulerfolg hängen nicht zusammen“ oder „Väter einer bestimmten Kinderanzahl haben öfter Prostatakrebs“ von vor ein paar Wochen, gehören imo in die Tonne getreten.**
Sie sind vollkommen subjektiv, einseitig, undifferenziert und schwachsinnig.
Wer mir weismachen will, man könnte sein Kind getrost auf die Hauptschule schicken, das ändert nichts an der Wahrscheinlichkeit eines Medizinstudiums und den 4-zeiler lediglich mit Links versieht, der hat bei „Science“ nichts verloren, der kann auch für die Welt am Sonntag schreiben.
Ebenso wenn jemand unreflektiert behauptet, die Anzahl der „bekannten“ Nachkömmlinge eines Mannes! gibt Aufschluss über Prostatakrebsrisiken.
Glück auf!
*kleiner Scherz
** kein Scherz