Ich hatte schon auf den Tag des Wissenschaftsjournalismus hingewiesen, den der Studiengang Wissenschaftsjournalismus der Hochschule Darmstadt morgen ausrichtet. Dieses Jahr dreht sich das Programm um den Themenkomplex Blogs und Podcasts, und ich werde die Veranstaltung im Blog des Wissenschaftsjournalismus-Tag livebloggen. Drückt mir die Daumen, ich habe das noch nie gemacht.

Angesetzt sind zwei Vorträge und zwei Podiumsdiskussionen, die Teilnehmer dürften regelmäßigen Fischblog-Lesern zumindest einigermaßen vertraut sein. Begrüßt werden wir durch Veranstalterin (und Brainloggerin) Annette Leßmöllmann, um halb zwölf beginnt das eigentliche Programm.

Den Anfang macht natürlich Marc, seines Zeichens Cheftheoretiker des Wissenschaftsblogging und sorgfältiger Beobachter der Szene.

Er spricht über "Einladungen zum Dialog. Wissenschaftliche Blogs und der Weg in eine ‚wissenschaftsmündige’ Gesellschaft. Über Chancen und Zumutungen der Wissenschaftskommunikation 2.0"
Ich vermute sehr stark, dass er uns zusätzlich ein paar neue Einsichten und Ansichten zum Thema Professionalisierung und Werbung präsentieren wird.

Danach folgt eine Podiumsdiskussion mit Ernst Peter Fischer, Carsten Könneker von den Scilogs, Beatrice Lugger von ScienceBlogs, Marc Scheloske himself und Sven Keßen a.k.a. kamenin. Moderiert wird das ganze von Thomas Pleil. Mich dagegen lässt man wohlweislich nur mit der Möglichkeit, schnell den Stecker zu ziehen, auf die Öffentlichkeit los. Thema der Sitzung: Der Wissenschaftler als Blogger. Meiner Meinung nach trifft der Titel „Bloggen im Elfenbeinturm“ die Sache nicht ganz; deutsche Forscher sitzen nicht in Türmen aus Elfenbein, sondern aus verschimmelndem Sperrholz. Aber wir wissen ja, was gemeint ist.

Anschließend präsentieren die Absolventen des Studienganges Wissenschaftsjournalismus ihre Abschlussarbeiten als Poster. Über diese Projekte werde ich natürlich so ausführlich wie möglich berichten und mir den einen oder anderen Trick abgucken.

Finis Podcasti?
Nach der Mittagspause wird Gerrit van Aaken von praegnanz.de sich unter der Überschrift "Podcasting 2008 – Zwischen Zweitverwertung und Stagnation" mit Lust und Leid des Mitnehmradios befassen. Der einzige Podcast, den ich persönlich höre, ist Arvid Leyhs Braincast, und in dem ist von Stagnation nichts zu merken. Dafür gibt es eine Zweitverwertung, erfreulicherweise.

Arvid ist auch bei der anschließenden Diskussion dabei, Mitdiskutanden sind Volker Lange, der für die von mir inzwischen kultisch verehrte Wisskomm-Wochenschau zuständig ist, Gerrit van Aaken und Thomas Wanhoff. Letzterer kann nicht physisch anwesend sein, deswegen wird er per Skype aus Vietnam zugeschaltet. Hoffentlich funktioniert die Technik! Die Moderation durch Annette Leßmöllmann dagegen wird mit Sicherheit funktionieren, falls nicht ein Meteorit einschlägt. Aber dann ist es auch egal.

Anschließend gehen wir alle noch in die nächste Kneipe und besaufen uns aus Frust über die Ungerechtigkeit der Welt findet im "Zeitraum" auf dem Campus Dieburg noch ein gemütlicher Ausklang statt, von dem ich aber nicht mehr livebloggen werde.

Bereits im Netz:
Interviews der Organisatoren mit Marc und mir, die Ankündigung von Thomas Pleil und von Marc, die aktuellen Wortmeldungen von Kamenin und Carsten und schließlich das Programm.